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Impresario Dr. Jürg Frei (Flöten)ist seit 1989 Leiter der Camerata Pontresina, deren Gründung 2010 bereits 100 Jahre zurückliegt, 2007 Produktion der ersten CD des Salonorchesters St.Moritz, das 2009 das Jubiläum 100 Jahre Kurkonzerte St.Moritz feiern konnte. |
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Der Flötist Jürg H. Frei, aus dem Tösstal stammend, begann mit 5 Jahren autodidaktisch Klavier zu spielen. Nach schliesslich sieben Jahren Klavierunterricht bei Emil Schenk entschied er sich für das Flötenstudium, das er am Konservatorium Winterthur bei Willy Urfer, dem Soloflötisten des Radioorchesters Beromünster, – nach einer vorübergehenden Eskapade ins Mathematikstudium – abschloss. Besonders verbunden ist er seinem damaligen Theorielehrer, Prof. Ernst Hess, der neben Harmonielehre und Kontrapunkt in souveräner Weise die faszinierenden Querverbindungen von Literatur- und Musikgeschichte darzulegen verstand.
Neben dem Förderpreis der Kiefer-Hablitzel-Stiftung gewann Jürg H. Frei ein Stipendium zur Absolvierung der Konzertausbildung bei Aurèle Nicolet an der Musikhochschule Freiburg i/B. Weitere künstlerische Impulse empfing er durch André Jaunet in Zürich und Conrad Klemm in Rom, später in Winterthur.
Orchestererfahrungen sammelte er im damaligen Radioorchester Beromünster, im Stadtorchester St. Gallen, im Tonhalleorchester und Opernhausorchester Zürich und in symphonischen ad-hoc-Formationen und als passionierter Piccolobläser – last but not least – in der Swissair-Musik und andern Blasorchestern. Er unterrichtete an der neu gegründeten Musikschule Oberengadin und zusammen mit Conrad Klemm in Kursen am Kulturzentrum Laudinella St. Moritz und war solistisch und kammermusikalisch mit diversen Ensembles unterwegs. Daneben nahm er Gesangsunterricht u.a. bei Hans Som und Sena Jurinac am Konservatorium Zürich und leitete über Jahre hinweg mehrere Kirchen- und Männerchöre. Nach dem an der Universität Zürich absolvierten Medizinstudium erhielt für seine Dissertation über Gehörschäden bei Orchestermusikern 1982 den Hauptpreis der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. In der Folge war er zehn Jahre lang als Redaktor beim Schweizerischen Musikerverband angestellt („Schweizerische Musikzeitung“ und „Presto“). Auf persönliche Einladung Herbert von Karajans hielt er im Rahmen dessen Stiftung in Salzburg Vorträge über „Gehörschäden durch laute Musik“, „Die Wahrnehmung der eigenen Stimme“ und „Musik und Medizin“. Konzertreisen als Kammermusiker führten Jürg H. Frei in die Musikzentren Europas und nach Nordamerika. Die ihm gewidmete Flötensonate Paul Hubers (St. Gallen) brachte er in London in der Wigmore Hall zur Uraufführung. Sein vielfältiges Répertoire reicht vom Barock bis zu eigens für ihn geschriebenen Werken, darunter mehrere Kompositionen von Honorat Cotteli. Besonders zugetan ist er der „leichten Muse“ in Form der Salonmusik: Organisaton des populären Teils des zweiten Fests der Künste der Schweiz 2000 im Oberengadin, mit dem Salonorchester St.Moritz mehrere Auftritte an der expo 02, das seit 1993 alljährlich am Polyball in Zürich auftritt, seit 1978 künstlerischer und administrativer Leiter des Salonorchesters, seit 1989 auch der Camerata Pontresina, 2007 Produktion der CD „Allegra Nostalgia“ des Salonorchesters St.Moritz. Seit 2001 ist er verantwortlich für die Reihe der Abendkonzerte in der Offenen Kirche Sils Maria, wo während den Saisons allwöchentlich weltweit bekannte Kammermusikensembles auftreten. In den letzten drei Jahrzehnten hat er eine Salonorchester-Bibliothek aufgebaut, die mittlerweile über 17'000 elektronisch erfasste Titel umfasst.
Zusammen mit seiner Gattin, der Sopranistin Susanne Haller, gründete er vor fünf Jahren das Quartett „Fiori Musicali“. Mit diesem etablierten Ensemble und in andern Kammermusikformatio-
nen ist Jürg H. Frei zurzeit im In- und Ausland tätig. |
